Medienfragen

Interview mit Nina H.

Nina H. welche für die Zeitschrift Philtrat in München schreibt, stellte uns Fragen über die Anastasia-Bewegung und Weda Elysia. Leider wurden die Antworten nicht fairöffentlicht, sondern nur eine winzige Zusammenfassung.
Jetzt könnt ihr die Fragen und Antworten vom November 2013 nachfolgend lesen.

Es antworten Aruna, Maik und Felix von Weda Elysia so wie Konstantin Kirsch vom Waldgartendorf am Trisch

Was genau ist die Grundidee der Anastasia-Bewegung und eurem Projekt Weda Elysia?

 

Maik: Die Grundidee ist der "Familienlandsitz", viele Familienlandsitze ergeben eine Familienlandsitz-Siedlung. So entsteht ein Garten Eden neben dem anderen, je mehr davon entstehen, desto mehr wird unser Planet zum Paradies.

Konstantin: Sämtliche Bände der «Anastasia»-Buchreihe enthalten eine gemeinsame, zentrale Kernbotschaft: Der moderne Mensch kann wieder erlernen, im Einklang mit der lebendigen Schöpfung seine Bestimmung zu finden, um glücklich und erfüllt zu sein – und auch, um überhaupt langfristig zu überleben. In der Familienlandsitz Bewegung wollen wir die Grundlage dafür schaffen, dass alle Elemente des Lebens dem Menschen nützen, ihn liebevoller, weiser und ganzheitlich reicher werden lassen. Die Grundlage ist für uns ein Stück Heimatland, ein Familienlandsitz als Grundrecht für jede Familie dieser Welt.

 

Maik: Ein wichtiger Aspekt der Familienlandsitz Bewegung ist, dass wir den Menschen als ein Teil dieser Welt und damit als ein Teil der Schöpfung sehen. Wir haben den freien Willen, können die Welt gestalten und so selbst Schöpfer sein. Die wohl schönste Schöpfung ist ein neues Lebewesen das aus der Liebe von Mann und Frau erwächst. Und wie schön ist es, wenn dieses Kind in einem Raum der Liebe aufwachsen kann, den seine Eltern für ihn geschaffen haben. Einen Familienlandsitz in mitten der Natur mit liebevollen Nachtbarn. Weda Elysia ist ein Teil dieser Bewegung und wird im Ostharz Vorland entstehen.

 

Welche Vorstellungen habt ihr von Gesellschaft, menschlichem Zusammenleben, Natur und Religion?

 

Maik: Die Frage nach unser Vorstellung setzt voraus das wir uns kurz ins Gedächtnis rufen, aus was eine Gesellschaft besteht und wie der Ist-Zustand unser Gesellschaft und des menschlichen Zusammenlebens aussieht.

Die kleinste Zelle einer Gesellschaft ist die Familie (Vater, Mutter, Kinder). Familie schließt auch die Großeltern und Urgroßeltern mit ein. Fasst jeder Mensch hat noch eine Familie. Was sagt der Zustand unserer Familien über unsere Gesellschaft, über unser Zusammenleben in und mit der Natur aus? Hier drängen sich einige Fragen auf: Sind unsere Familien gesund? Haben sie keine Existenzängste? Atmen sie gesunde Luft? Haben sie genügend gesunde Nahrung ? Haben die Eltern genügen Zeit für ihre Kinder? Haben die Eltern genügend Zeit für sich selbst? Haben wir genügend Kontakt zu unserem Nachbarn, kennen wir ihn und seine Bedürfnisse? Haben wir die freie Wahl, wo und wie wir unsere Kinder unterrichten? Haben wir ein Recht auf ein Stück kostenfreies Heimatland für jede Familie? Können wir diese Fragen alle guten Gewissens mit Ja beantworten?

Die Scheidungsquote – steigt; die Kriminalität – steigt; die Arbeitslosigkeit – steigt; die Perspektivlosigkeit – steigt; die Vereinzelung – steigt; die Krankheitsrate – steigt; sogenannte Störungen bei Kindern wie ADHS, nehmen dramatisch zu; die Moral – singt; Die Grundlage des Nahrungsanbau, der Humus im Boden wird systematisch vernichtet; die Natur – leidet und stirbt; Rente – ist bald nicht mehr finanzierbar; die Politiker – sind ratlos und überfordert, um nur einige Punkte zu benennen.

Felix: Wir können so weiter machen oder etwas neues, nachhaltiges, etwas wirklich evolutionäres machen. Wir können für uns und unsere Kinder und Enkelkinder den Grundstein, genauer gesagt die Grundausstattung für ein achtsames Zusammenleben von Mensch und Natur im Einklang mit den schöpferischen Gesetzen erschaffen.
Menschen können ihr größtes Potenzial dann entfalten, wenn sie in einem Raum der Liebe aufwachsen, inmitten der Natur, auf dem Familienlandsitz ihrer Eltern. Dieses Stück Land ist ungefähr einen Hektar groß und umgeben von einem lebendigen Zaun aus Bäumen und Sträuchern. Es gibt dort einen Teich und Obstbäume. Das ist die Heimat, die Grundausstattung. Wenn dieses Stück Heimatland intakt ist, das Wasser und die Luft rein, die Tiere keine Angst vor dem Menschen und die Böden kein Gift kennen, dann ist jede "Gesellschaft", die darauf gedeiht eine gesunde und lang anhaltende. Viele Familienlandsitze bilden eine Siedlungen, es gibt Nachbarn, Freunde, viele Feste und Zeit für die Dinge, die uns ausfüllen und Freude machen.

Religion, das Verhältnis des Einzelnen mit „Gott“ ist eine private Sache, jeder entwickelt hier für sich, in seiner Geschwindigkeit eine klarere Wahrnehmung der Zusammenhänge im Universum.

 

Was grenzt die Anastasia-Bewegung von anderen kapitalismuskritischen Bewegungen und anderen Versuchen unabhängig vom Staat zu leben ab? (Z.B. Versuche ohne Geld zu leben)

 

Konstantin: Die Anastasia Bewegung ist grenzenlos und beginnt im Inneren jedes einzelnen Menschen. Aus diesem inneren Wandel wird sich eine neue äußere Form entwickeln, wie wir gemeinschaftliche Belange organisieren. Dies nennen wir die "neue Zivilisation".

 

Welche Rolle spielt Geld in eurem Konzept?

 
Konstantin: Ein Leben auf dem Familienlandsitz braucht letztendlich kein Geld. Die Lebewesen eines Waldes brauchten noch nie Geld und werden nie Geld brauchen. Natur braucht kein Geld.

Warum ist es eurer Meinung nach wichtig unsere Lebensweise im Sinne der Anastasia Bewegung zu verändern?

 

Maik: Bevor wir hier antworten, eine Frage: Wo hin führt uns die jetzige Lebensweise ?

Unter dem Ökologischen Fußabdruck

...(oder Ecological Footprint) wird die Fläche auf der Erde verstanden, die notwendig ist, um den Lebensstil und Lebensstandard eines Menschen (unter Fortführung heutiger Produktionsbedingungen) dauerhaft zu ermöglichen. Das schließt Flächen ein, die zur Produktion seiner Kleidung und Nahrung oder zur Bereitstellung von Energie, aber z.B. auch zur Entsorgung oder Recyclings des von ihm erzeugten Mülls oder zum Binden des durch seine Aktivitäten freigesetzten Kohlendioxids benötigt werden.
Zitat von Wikipedia

  • Der ökologische Fußabdruck in Deutschland beträgt im Durchschnitt pro Person ca. 4,5 Hektar (Stand 2012)
  • Die Biokapazität liegt in Deutschland jedoch nur bei ca. 2 Hektar pro Person (Stand 2012)
  • Das bedeutet, dass eine Familie mit fünf Menschen ca. 22,5 ha beansprucht, während nur 10 ha zur Verfügung stehen! Unsere Lösung

Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks auf 1 ha pro Mensch!

Bei dem von uns angestrebtem ökologischen Fußabdruck von 1 ha pro Mensch beansprucht eine Familie nur noch 5 ha (anstatt 22,5). Dann ist die Biokapazität doppelt so hoch wie die Nutzung. Konkret braucht es dafür einen angepassten Lebensstil.

Die 5 Hektare im einzelnen:

  1. Auf 1 Hektar lebt die Familie in hohem Grad an Selbstversorgung
  2. Ein Hektar wird genutzt für gemeinschaftliche Strukturen in der Siedlung (Werkstätten, Schule, etc.)
  3. Außerhalb der Siedlung gibt es pro Familie 1 Hektar Wildnisfläche
  4. Produkte aus anderen Regionen werden im Gegenwert von 1 Global-Hektar genutzt
  5. Nutzung regionaler Infrastruktur (Wegenetz und Wasserflächen) im Wert von 1 Hektar

Gibt es Menschen, die so leben wollen?

Felix: Das Leben ist Wandel, beständiger Aufbau und Abbau. Es gibt Menschen, die mehr entstehen lassen, die mehr geben, als nehmen und Liebe ausstrahlen. Sie waren in den letzten Jahrtausenden in der Minderheit. Deshalb zerstören wir uns im Moment noch selbst mehr, als wir uns beleben. Diese Entwicklungen erreichen an vielen Stellen schon ihr Maximum und machen für neue, heilsame, Platz. Wir sind überzeugt, dass über kurz oder lang immer mehr Dinge in der Gesellschaft in die Richtung weisen, die Anastasia vorgezeigt hat. Übrigens nicht nur sie. Alle Weisen und Heiligen, alle Menschen mit gutem Herzen deuten in diese Richtung. Sehen wir unsere Kinder an; Sie malen Blumen und ein Häuschen, wollen eine Höhle bauen, die Welt spielerisch entdecken und lernen. Die Vision der Familienlandsitze nach Anastasia zeigt einen ganzheitlichen Weg der Schritt für Schritt erreichbar ist und über viele nachfolgende Generationen Bestand haben wird.

Nicht jeder kann und will als Gärtner auf einem Hektar leben. Manch einer würde dies als unzumutbare Einschränkung empfinden. Jedoch gibt es eine wachsende Zahl von Menschen, die von Herzen gerne diesen Lebensstil erlernen und praktizieren wollen. Sie haben den direkt erlebbaren Sinn dieser Art des Lebens erkannt. Sie haben ein klares Leitbild, das auf Liebe beruht; Liebe für jedes Wesen und jeden Grashalm auf unserer Erde.

 

Was empfindet ihr als die verheerendsten Verfehlungen unseres heutigen Systems?

 

Maik: Das ist sehr einfach, die Vereinzelung des Menschen, Machtballungen in den Händen einzelner wie z.B. Medien, Rohstoffe, Politik, die Erziehung unserer  Kinder zu Kaufsüchtigen Biorobotern, die Technokratisierung unseres Leben auf Kosten unserer Umwelt. Die Folgen sind verheerend:
Ein Mangel an Liebe und die geringe Achtung gegenüber der Natur und allen Wesen auf unserer Erde, und damit gegenüber dem Schöpfer selbst. Nur ein stumpfsinniger Bioroboter kann weiter in den Tag leben und die systematische Verwüstung unserer Erde ignorieren.

 

Habt ihr einen missionarischen Anspruch?...

 

...Wollt ihr mit dieser Lebensweise Kritik am System äußern und euch gegen etwas auflehnen (und möglicherweise verändern) oder ist es eine rein persönliche Entscheidung, mit der ihr nur euer eigenes Leben ändern wollt?

Felix: Ein Mensch, der eine gute Lebensweise entdeckt und diese Anderen nicht näher bringen möchte, ist selbstsüchtig. Wenn es eine Insel des Glückes gäbe, auf dem alle Menschen im Herzen jung und im Geiste reif sind, dann wollen wir zeigen, wie man dahin kommt. Wir wollen niemanden überzeugen. Jeder der Willens ist, wird seinen eigenen Weg zu dieser Insel finden. Damit es gelingt, fangen wir bei uns selbst an. Wir dürfen noch so vieles lernen. Wir beziehen uns zwar immer wieder auf die Anastasía-Bücher und lesen oft in ihnen, hinterfragen aber auch und nehmen nichts blind auf, ohne Sinn und Verstand. Hier ist eigenständiges Denken und Fühlen gefragt.

 

Anastasia hat sehr genaue Vorstellungen von Ehe, Kindererziehung, Größe und Nutzungsweise von Grund und Boden, Ernährung, usw. Wie streng werden diese Regeln durchgesetzt? ...

 

...Wieviel Spielraum hat man bei der Verwirklichung einer eigenen Siedlung und wie viel Freiheit wird den einzelnen Bewohnern eingeräumt? (Reicht es auch aus, nach den Grundsätzen der Bewegung zu leben, ohne sich zum Beispiel an die genauen Größenangaben der Familienlandsitze zu halten?)

Felix: Anastasia hat keine Regel aufgestellt, sie hat uns Informationen über ein harmonisches Miteinander gegeben. Jedem steht es frei diese für sich anzunehmen. Es finden sich immer Menschen deren Vorstellungen über ein lebenswertes Leben ähnlich sind. So entstehen unterschiedliche Siedlungen, mit unterschiedlichen Grundsätzen oder eben „Regeln“. Manche unausgesprochen, manche mündlich, manche schriftlich festgehalten und andere sogar rechtlich bindend. Das ist heute und in den nächsten Jahrzehnten nötig, eines Tages erübrigen sie sich. Menschen, die einander trauen und lieben, die in Fülle leben und sich als Teil der schöpferischen Ordnung wahrnehmen - auch mit der darin angebundenen Verantwortung - brauchen keine geschriebenen Gesetze.

Aruna: Wir von Weda Elysia haben einen gemeinsamen Nenner formuliert. Die Lebensgrundsätze sind für uns nicht einengend sondern sinnvoll und langfristig durchdacht. Sie gelten als Basis für das Zusammenleben.
Wir empfinden es z.b als selbstverständlich, dass Tiere bis zu ihrem natürlichen Lebensende mit uns zusammenleben, es sind unsere Freunde und unsere Freunde essen wir nicht. Wir nehmen nur das, was sie uns auf der Basis des gegenseitigen Trauens freiwillig geben, wie z.B. Wolle oder Hilfe bei der Arbeit. Daraus ergibt sich natürlich auch eine entsprechende vegetarisch-vegane Ernährungsweise.

Felix: Wir werden den Menschen nicht vorschreiben, ob sie ihren Rasen mit Rasenmäher oder mit der Sense mähen. Wenn man jedoch einmal eine gute, scharfe Sense in der Hand hatte, die Vögel zwitschern hört und den Duft des frisch geschnittenen Grases während man leicht federnd von rechts nach links schwingt, statt den Lärm des Motors und dessen Abgase, wird man keinen Rasenmäher mehr benutzen. Man stellt schnell fest, dass eine Sense pflegeleichter, günstiger, gesünder, leichter und sogar ökologischer ist, da man das Gras am besten nass mäht und der Schnitt schneller heilt. Die Mär von der Plackerei mit der Sense rührt vom Unwissen mit deren richtigen Umgang. Dieses Wissen ging erst vor 3-4 Generationen verloren. Wir haben damit begonnen, es uns wieder zu erschließen.
Ein anderes Beispiel. Hätte eine Familie nur 1000 m2 anstelle von 10.000 m2, dann könnte sie sich kaum selbst mit Essen versorgen, sich nicht regelmäßig in einem reinen See baden, hätte kaum Bäume... Die Büsche und Bäume müssten aus Platzmangel regelmäßig geschnitten werden, was wiederum mehr Arbeit bedeutet. Es entstünden Engpässe und Abhängigkeiten von Anderen.
Eine Familie mit 100.000 m2 könnte dagegen einerseits zur Verschwendung neigen, kann aber auch dem Land nicht mehr die persönliche Aufmerksamkeit schenken, das es braucht. Sie hätten Tausende Bäume und würde sie vielleicht leichtherzig fällen.

Aruna: Ein Hektar für eine Familie ist ein weises Maß. Wir passen uns der Landschaft an und es wird sich eine gesunde Balance zwischen dem Gemeinschaftlichen der Siedlung und dem Individuellen jeder Familie, ja, jedes Mensch Sein und auch der Tiere einstellen. Nach und nach wird das Gewissen der Menschen wieder voll erwachen. Er/Sie wird Wissen was der Schöpfungsordnung entspricht. Deshalb auch unser Name „Weda Elysia“ . Weda bedeutet Wissen, Elysia der Ort der Glückseligkeit, im Kontext "Das Wissen um die Glückseligkeit bzw. um das Paradies auf Erden"

 

Können die Bewohner der potentiellen Siedlungen beispielsweise einer „normalen“ Arbeit nachgehen, Dinge kaufen oder konsumieren, die nicht selbst oder „naturgemäß“ hergestellt/erzeugt wurden? ...

...Oder widerspräche das der gesamten Vorstellung?

Felix: Bisher lebt niemand in Deutschland in einer Familienlandsitz-Siedlung, wie sie Anastasía vorzeichnet. In der Natur passiert nichts abrupt. Gutes braucht Zeit und sehr Gutes viel Zeit. Deshalb wird jeder seinen eigenen Übergang finden müssen. Wenn wir auf unseren Landsitzen leben, werden wir nach und nach immer mehr - zuallererst Nahrung - und zunehmend auch Dingen des täglichen Gebrauchs selber herstellen. Überschüsse können wir tauschen oder schenken, innerhalb der Siedlung oder in der umliegenden Region. Damit gäbe es immer weniger Transport, wie wir ihn heute kennen, die Straßen und vieles mehr können zurückgebaut, bzw. der Natur übergeben werden.

 

Inwieweit ist es gerade in Deutschland schwierig eine solche Lebensweise zu verwirklichen?...

...Nehmen die Menschen die Idee an? Legt der Staat einem Steine in den Weg?

Konstantin: Ein Beispiel: Die Naturschutzbehörden mit Ihren Gesetzen wollen sicherlich die Natur schützen. Doch was ist "die Natur" genau? Gehört der Mensch zur Natur dazu oder nicht? Oft erschien es so, dass die Auslegung der Naturschutzgesetze Menschen von der Natur ausschließen. Wir finden dies jedoch nur dann passend wenn Menschen sich widernatürlich verhalten. Bei einem Lebensstil in dem die Natur in ihrer Vielfalt und Schönheit aufgewertet wird, der Lebensraum vervollkommnet wird, gehören die Menschen selbst zur schützenswerten Natur. Wir sprechen den Menschen hinter den Beamten, die Mutter, den Vater die Natur- und Heimat Liebenden und den Tierfreund an. So bekommen wir meist Zustimmung das es der richtige Weg sei, jedoch können die wenigsten sich vorstellen wie das möglich sein soll.

Aruna: Wir leben in der Zeit eines großen Wandels und oft geschehen Dinge, die man sich vor kurzer Zeit kaum vorstellen konnte. Der Fall der Mauer ist der beste Beweis dafür, wie schnell und umfassend sich Dinge ändern können, die noch kurze Zeit vorher kaum möglich schienen.

In Russland sind bereits mehr als 200 Familienlandsitz-Siedlungen nach Anastasía entstanden.Im Jahre 2013 wurde in die staatliche Duma ein Gesetzesentwurf eingereicht, der Russen ermöglicht min. 1 Hektar Land für die Familie kostenlos als Eigentumsland zu nutzen.Der Entwurf sieht vor, dass russischen Staatsbürgern das Recht auf Boden als grundlegendes Volkseigentum garantiert wird.

 

Glaubt ihr, dass Anastasia mit ihren Ideen den Nerv einer Generation getroffen hat oder ist die Verbreitung bislang nur marginal? ...

 

...Wie viel Interesse existiert in der deutschen Bevölkerung für solche Ideen?

Aruna: Die Unzufriedenheit der Menschen, gerade in Deutschland wächst, trotz eines scheinbar großen Überflusses in den Regalen der Kaufhäuser. Nach und nach reift die Erkenntnis, das Konsum eine Ersatzbefriedigung ist. Eine Rückbesinnung auf Werte wie Ehre, Gewissen, Treue, Liebe, Kultur, Natur und viele weitere ist spürbar.

Felix: Anastasia´s Worte berühren das Herz vieler Menschen allen Alters in vielen Ländern. Ihre Bücher werden zunehmend gelesen und von der Seele angenommen. Anastasías Visionen sind zeitlos. Sie selbst lässt offen, wie schnell sie sich entfalten werden. Das hängt von uns ab.

Kletterst oder singst du gerne? Siehst du gerne Pflanzen wachsen, die du gesät hast? Findest du Gefallen an mit Rosen überrankten Wegen? Erfreust du dich am Anblick von Rehen, einer alten Eiche oder eines klaren Gebirgsbaches? Sehnst du dich nach der Ausgelassenheit eines Dorffestes, von denen dir deine Großeltern noch mit verklärten Augen erzählten? Würdest du Kindern gerne den Weg in die Schule und das unsäglich lange Stillsitzen ersparen? Nimmst du dir gerne Zeit für deine Familie, deine Kinder, deine Freunde? Dann bist du selbst schon Teil der Familienlandsitz Bewegung, ohne es zu wissen. Bisher sahen die Menschen aber keine Möglichkeit, dass all dies Wirklichkeit sein kann. Anastasia zeichnet ein realistisches Bild, das all das machbar werden lässt. Alle, die helfen diese Vorstellung näher an die Realität heranzutragen, sind direkt oder indirekt Teil der Familienlandsitz- Bewegung.
Viele sehnen sich nach diesem Traum, wissen aber nicht, wie sie ihn erreichen können.

 

Habt ihr das Gefühl, dass diese Bewegung das Potential hat sich in der westlichen Welt zu verbreiten und von den Menschen angenommen zu werden?

 

Konstantin: Ja!

 

Wie stellt ihr euch das Leben in der zukünftigen Siedlung Weda Elysia vor?...

 

...Wie könnte ein gewöhnlicher Tagesablauf aussehen?


Felix: Schließ die Augen und frag dich, was du in Eden wohl tun würdest, ohne jeden Zwang...

Frühaufsteher, werden früh aufstehen, Schmusekatzen noch ein wenig liegen bleiben. Kinder können es kaum erwarten sich mit ihren Freunden in der Siedlungseignen Schule zu treffen. Der Gesang der Vögel und der Duft der Blumen werden dich hinaus locken und selbst an einem Regentag schlenderst du bestimmt mal gerne durch das Wäldchen deiner Ahnen oder deinen Gemüsegarten, in dem eine große Vielfalt gesunder Pflanzen wächst. Während Du über Deinen Landsitz spazierst, die Sonne über den Bäumen aufgehen siehst und in tiefen Zügen die saubere, mit Blütendüften angereicherte Luft atmest, pflückst du hier und da eine reife, süße Beere und lässt sie dir munden.
Sicher, du könntest weiter an der Gartentür schnitzen, oder Beeren sammeln. Heute hast du aber eher Lust noch ein paar Bäume zu pflanzen und vielleicht will dein Sohn ja heute seinen selbst gebastelten Drachen steigen lassen...
Und nächste Woche willst du gemeinsam mit den Nachbarn das Haus für Edda und Finn errichten, wenn sie ihre Ehe vor der ganzen Siedlung künden. Du freust Dich darauf, zu erfahren, wie das junge Paar, seinen Landsitz gestalten möchte - diese jungen Leute haben immer so großartige Ideen...!

 

Was ist euer höchstes Ideal?

 
Felix: Diese Frage können wir nur lyrisch beantworten, da jedes Teil das Ganze repräsentiert und nichts über dem Ganzen steht, das alles ist. Ein paar Vorschläge:

  • Das Ausschmücken des Lebens
  • Glücklich sein
  • Die Vervollkommnung des Lebensraumes
  • Die Wandlung der Erde in einen blühenden Garten
  • In Harmonie mit der Natur und der Schöpfung leben